Berufswahlvorbereitung
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Ich-Bildung

Unter welchen Voraussetzungen sind Jugendliche in der Lage, sich auf Berufswahlfragen überhaupt einzulassen?

Zunächst müssten sie an dieser Frage interessiert sein oder zumindest offen für eine Auseinandersetzung mit sich selbst und mit der Umwelt. Das wiederum setzt «Haltungen» oder affektive Kräfte voraus, die im Prozess der Persönlichkeitswerdung und der Berufswahlbereitschaft von grundlegender Bedeutung sind: Hoffnung, Selbstvertrauen, Wille zur Selbstbestimmung, Initiative, Beziehungsfähigkeit usw.

 

Aus der Perspektive der Lebensbewährung gesehen, handelt es sich bei den Ich-Haltungen um Schlüsselqualifikationen. Erzieherische Aktivitäten im Bereiche dieser emotionalen Dimension haben mit Stoff- oder Informationsvermittlung wenig und nur indirekt zu tun, umso mehr jedoch mit einem allgemeinen Erziehungs- und Bildungsauftrag, wie er vor allem dem Elternhaus, aber auch der Schule zusteht, vorausgesetzt, dass diese es nach wie vor als ihre ganzheitliche Aufgabe betrachtet, die geistigen, seelischen und körperlichen Anlagen des Kindes zu entwickeln.